Wege und Hilfe bei Führerscheinproblemen

Das verkehrspsychologische Behandlungskonzept basiert auf einem sowohl themenzentrierten als auch verhaltenstherapeutischen Vorgehen und wird laufend nach dem wissenschaftlichen Stand und den konkreten Erfahrungen optimiert.


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Problem

Sie müssen sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) stellen?

Das Straßenverkehrsamt fordert ein medizinisch-psychologisches Gutachten, wenn Eignungsbedenken bestehen. Dies ist z.B. der Fall

  • bei einer Verkehrsauffälligkeit mit einer Blutalkoholkonzentration (BAK) ab 1,6 Promille (oder bei wiederholter Alkoholauffälligkeit)
  • bei Fahrten unter Einfluss berauschender Mittel ("Drogen")
  • bei 18 oder mehr Punkten im Verkehrszentralregister
  • nach bereits vorliegendem negativen med.-psych. Gutachten.

Bei der med.-psych. Begutachtung müssen Sie selbst dem Gutachter im Untersuchungsgespräch ("Exploration") deutlich machen können, dass bei Ihnen wesentliche Veränderungen in Einstellung und Verhalten erfolgt sind.

Es bedarf dazu vor allem Ihrer Selbstkritik und der Analyse eigener Schwächen.

Der Gutachter muss erkennen können, dass bei Ihnen von einer Bereitschaft, besser von einer bereits über längere Zeit erfolgten Verhaltensänderung in Hinsicht auf die maßgeblichen Schwachpunkte auszugehen ist.

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Lösung

Informationen zum Beratungs- und Therapieangebot

Da die Ursachen von Verkehrsauffälligkeiten (ob mit oder ohne Einfluss von Alkohol/drogen) höchst individuell sind, erfolgt die Verkehrstherapie in Form von personenbezogenen Einzelsitzungen bei Berücksichtigung problemspezifischer Lösungsmöglichkeiten.

  1. Ausführliche MPU-Beratung (60-90 Min.) vor einer ersten med.-psych. Untersuchung: Klärung aller interessierenden Fragen; Einschätzung der Wahrscheinlichkeit für ein positives med.-psych. Gutachten.
  2. Ausführliche MPU-Beratung (60-90 Min.) nach einer MPU mit negativem Ergebnis: Analyse des Gutachtens; festlegen der weiteren Ziele und des Umfangs einer Verkehrstherapie.
  3. Individuelle Verkehrstherapie (Vorraussetzung ist die MPU-Beratung, vgl. Pkt. 1. und 2.)

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Ziel

Was ist das Ziel verkehrspsychologischer Beratung bzw. Therapie? Worum geht es?

Ziel ist die Minderung der Rückfallgefahr und die Verbesserung der Fahreignungsvoraussetzungen.

Nach Abschluss der Maßnahme erhalten Sie einen ausführlichen Therapiebericht für die Verkehrsbehörde bzw. für die Begutachtungsstelle für Fahreignung.

Ich möchte Sie dabeiunterstützen, dass Sie gute Chancen haben eine MPU erfolgreich zu bestehen oder auch einen Punkte-Abbau zu erreichen und Ihren Führerschein dauerhaft zu behalten.

Dabei geht es u.a. um die Klärung und Bearbeitung folgender Fragen:

Z.B. bei Alkoholauffälligkeit
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen meiner Biographie und meinem Alkoholtrinkverhalten?
  • Was sind meine persönlichen Trinkmotive
  • Wie will ich in Zukunft mit Alkohol umgehen (kontrolliertes Trinken oder Abstinenez)

Punkte-Rabatt

Punkte-Rabatt durch eine Verkehrspsychologische Beratung

Durch die teilnahme an einer Verkehrspsychologischen Beratung (drei 1-stündige Einzelsitzungen innerhalb von 2 bis 4 Wochen) können Sie bei einem Stand von 14 bis 17 Punkten 2 Punkte in Flensburg abbauen.

Zielgruppe

Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer

  • die bereits an einem Aufbauseminar gem. § 4StVG oder an einem Aufbauseminar gem. § 2a StVG ("Fahrerlaubnis auf Probe") teilgenommen haben;
  • denen das Straßenverkehrsamt die Teilnahme an einer Verkehrspsychologischen Beratung empfohlen hat.

(Weitere individuelle Informationen nach persönlicher Rücksprache).

Sperrfristverkürzung

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, bei Gericht unter bestimmten Umständen eine Verkürzung der Sperrfrist zu beantragen.

In der Regel hat ein solcher Antrag aber nur Erfolg, wenn zuvor eine verkehrspsychologischer oder verkehrstherapeutische Maßnahme in Anspruch genommen wurde.

Wenn Sie betroffen sind, rufen Sie mich an!

 
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